11. Käseprüfung am Lehr - und Versuchszentrum für Milchwirtschaft der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Malente

Die Käsereien im Land bieten reichlich Vielfalt

Nach zweijähriger coronabedingter Pause fand heute am 13. September endlich wieder die Käseprüfung in Bad Malente statt. Lange ersehnt worden war der Termin von den Auszubildenden im Lehr- und Versuchszentrum für Milchwirtschaft (LVZM) der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Zusammen mit ehemaligen Absolventen beurteilte der milchwirtschaftliche Nachwuchs 60  im Land hergestellte Käsesorten.

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Lutz Kastka, - 1. v. l. -Vorsitzender des Ehemaligen-Vereins der Milchwirtschaftlichen Lehranstalten Kiel und Malente e.V. - VEM.

14 Betriebe aus ganz Schleswig-Holstein haben 60 verschiedene Käse zur Be­urteilung eingereicht. Neben den „Standardsorten“ wie Gouda, Tilsiter und Edamer sind auch „Freie Sorten“ mit Möhre oder Bärlauch und verschiedene Ziegen­käse darunter. Sorten wie Frischkäse wurden auch geprüft. Bei den „Freien Sorten“ seien der Kreativität des Käsers keine Grenzen ge­setzt.

Die acht Prüfer gehen – begleitet von einer Gruppe Auszubildender – zu jeden der vier Tische und beurteilten die eingereichten Käsesorten.

Ute Volquardsen, - 3. v. l. - Präsidentin der Landwirtschaftskammer sagte: „Die Vielfalt der Käse von großen und kleinen Meiereien Schleswig-Holsteins ist beeindruckend. Mit viel Ideenreichtum und Leidenschaft werden die Milch von Kühen, Ziegen und Schafen zu immer wieder neuen Kreationen verarbeitet. In diesem Jahr haben 14 Betriebe zusammen 60 verschiedene Sorten - vom milden Weichkäse bis langgereiften Tilsiter - für die Prüfung zur Verfügung gestellt. Nur so kann der Käsereinachwuchs seine sensorischen Fähigkeiten weit über die Bandbreite der Standardkäse hinaus entwickeln.", bedankte sich Ute Volquardsen bei den Produzentinnen und Produzenten der Käsestraße Schleswig-Holstein.

 

Worauf kommt es bei der Käseprüfung an?

Bei der Käseprüfung werden Aussehen, Geruch und Geschmack der einzelnen Sorten gemäß der vorliegenden Spezifikation und den Vorgaben der Käseverordnung bewertet. Dabei kommt es nicht auf den eigenen Geschmack an. Ausschließlich objektive Qualitätsparameter gilt es zu ermitteln und zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler profitieren dabei vom reichen Erfahrungsschatz der ehemaligen Absolventen und von der großen Vielseitigkeit der heimischen Käsesorten.

Meike von Bergen, - 2. v. l. -  Leiterin der Ausbildungsstätte, freute sich über die generationenübergreifende Prüfung: „Unsere Experten sind mit ganzem Herzen bei der Käseprüfung. Sie stellen sich den Fragen der Auszubildenden, lassen sie selbst entdecken, schmecken und beurteilen. Das Miteinander von Fachkompetenz und Nachwuchsförderung ist eine große Bereicherung für die sensorische Ausbildung".

Seit rund 80 Jahren engagiert sich das LVZM der Landwirtschaftskammer für die Ausbildung junger Menschen. Als überbetriebliche Ausbildungsstätte bietet sie angehenden Milchtechnologinnen und -technologen sowie Milchwirtschaftlichen Laboranteninnen und Laboranten die Möglichkeit, umfassende Kenntnisse in den einzelnen Produktionsverfahren zu erwerben.

Wettbewerb um die besten Käse

Detlev Möllgaard, - 4. v. r. - Gründer der Käsestraße und einer der Prüfer sowie ehemaliger Absolventen, betonte: „Durch die Käseprüfung stellen sich die Produzenten dem Vergleich mit anderen Käsereien. Gleichzeitig werden die eigenen Qualitätsstandards und Spezifikationen unabhängig geprüft

Gütezeichen der Landwirtschaftskammer

Viele der vorgestellten Sorten tragen bereits das Gütezeichen „Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein" der Landwirtschaftskammer. Auch die Ergebnisse der heutigen Prüfung gehen in die laufenden Qualitätskontrollen ein.

Mit Spannung erwarten die Betriebe, welche heimischen Sorten zu den Siegern der diesjährigen Käseprüfung gekürt werden. Die Ergebnisse werden am Nachmittag bekannt gegeben.

Pressetext von:

Daniela Rixen, Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Hans-Peter Wagner - VEM Kiel und Malente e.V.